Gedichte & Geschichten
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GEDICHT FÜR DEN MONAT SEPTEMBER

                          Ich komme spät nach Haus

 

Mond, du spiegelst dich in meinen Fensterscheiben.

Wie säh’ es aus, wenn ich jetzt drinnen wär?

Bißchen Regen tropft aus den Kastanienzweigen,

Braune Blätter trudeln hinterher.

 

Wolken treiben schichtenweis herüber,

Warm und westlich streichelt der Zephyr.

 

Zwei, drei eilige Geschwader

Folgen Sternenbojen auf bewegtem Grund,

Neben silbergrauen Wolkensegeln,

Und das Himmelsmeer glänzt dunkelblau.

 

Park und Garten ruh‘ n in Zauberzeiten,

Längst ist nicht mehr Großstadt vor der Tür.

 

Vogelschwingen flattern mit den Blättern,

Seine Krallen wetzt der große Bär.

Mond und Wind geleiten mich zur Treppe,

Die mich hell erleuchtet heimwärts führt.